Mit dem neuen Wirbelschichtagglomerator erweitert Sternchemie seine Anwendungs- und Entwicklungskompetenz im Bereich Instantisierungs- und Lecithinierungslösungen. Die Pilotanlage ermöglicht es, Kundenanwendungen unter kontrollierten Bedingungen und nach Industriestandards zu testen und zu optimieren. Dadurch werden Entwicklungszyklen verkürzt, Produktempfehlungen präzisiert und Innovationsprozesse deutlich beschleunigt. „Mit dem Wirbelschichtagglomerator können wir in unserem Technologiezentrum in Ahrensburg Kundenanwendungen unter realistischen Produktionsbedingungen nachbilden“, sagt Daniel Kandt, Technischer Produktmanager Instant, Sternchemie. „So kommen wir schneller zu validen Ergebnissen und passgenauen Lösungen. Für unsere Kunden bedeutet das mehr Sicherheit, mehr Geschwindigkeit und gleichzeitig die Möglichkeit, neue Innovationsfelder zu erschließen.“
Realitätsnahe Simulation von Kundenprozessen
Die Wirbelschicht-Technologie ist ein etablierter Industriestandard, insbesondere in der Milch- und Instantindustrie. Mit der neuen Pilotanlage kann Sternchemie diese Bedingungen nun im eigenen Technikum nachbilden. Pulver werden durch einen Luftstrom fluidisiert und anschließend gezielt mit speziellen Lecithinmischungen behandelt. So entsteht ein intensiver Oberflächenkontakt, der einen gleichmäßigen Auftrag mit Lecithin ermöglicht. Da der Prozess eng an reale Produktionsbedingungen angelehnt ist, ist das Ergebnis eine maßgeschneiderte Lecithinlösung, welche direkt auf den Prozess beim Kunden übertragbar ist.
Schnelle und effiziente EntwicklungÂ
Bisherige Entwicklungen erforderten häufig externe Unterstützung, was zu Kapazitätsengpässen und längeren Vorlaufzeiten führen konnte. Mit der neuen Anlage kann Sternchemie nun deutlich flexibler auf Kundenanfragen reagieren. Anhand von Produktmustern können verschiedene Lecithin-Blends und Compounds sowie deren Dosierungen und Prozessparameter zeitnah getestet und optimiert werden, so dass Entwicklungszyklen erheblich reduziert werden. Die Ergebnisse liefern eine fundierte Basis für passgenaue Produktlösungen und Prozessoptimierungen. Auf diese Weise lassen sich zeit- und kostenintensive Versuche auf Produktionsanlagen vermeiden oder deutlich verringern.
Optimierte FunktionalitätÂ
Die gesuchten Instant-Eigenschaften sind oft stark anwendungsspezifisch. Gleichzeitig variieren Faktoren wie Löslichkeit, Benetzbarkeit oder Schaumbildung je nach Produkt, Prozess und Instanitisierungslösung. Die neue Anlage erlaubt es, diese Eigenschaften gezielt zu optimieren. Parallel können Rohstoff- und Prozesseinflüsse systematisch erfasst und getestet werden, um die bestmögliche Funktionalität für die jeweilige Anwendung beim Kunden sicher zu stellen.
Plattform für Innovation und neue Anwendungen
Mit der neuen Anlage hat Sternchemie die Möglichkeit, neben konkreten Kundenprojekten auch an neuen funktionellen Lösungen zu arbeiten. „Dank der Anlage können wir verstärkt Themen wie Schaumkontrolle, funktionelle Optimierung oder auch alternative Rohstoffe vorantreiben. Damit erweitern wir unsere technologische Expertise und schaffen gleichzeitig die Grundlage für zukünftige Produktinnovationen“, so Daniel Kandt.
Die Integration des Wirbelschichtagglomerators in das Stern-Technology Center in Ahrensburg bei Hamburg eröffnet darüber hinaus auch neue Möglichkeiten für gruppenübergreifende Entwicklungen und Kundenlösungen innerhalb der Stern-Wywiol Gruppe. Durch das Aufbringen oberflächenaktiver Flüssigkeiten können unterschiedliche Eigenschaften wie Stabilität, Verarbeitbarkeit oder Verdaulichkeit von pulverförmigen Produkten positiv beeinflusst werden.
Foto: Sternchemie