Molkereiprodukte gelten aufgrund ihres natürlichen Gehalts an wertvollen Nährstoffen traditionell als gesund. Um jedoch im Bereich der wachstumsstarken Functional Foods mitspielen zu können, reicht der gesundheitliche Grundnutzen nicht aus.
„Funktionales Essen“ klingt auf Deutsch eher technisch als appetitlich. Der englische Begriff Functional Food wirkt dagegen moderner, trendiger und ist längst fest im Sprachgebrauch von Industrie, Handel und Ernährungswirtschaft verankert. Gemeint sind Lebensmittel, die über ihre klassische ernährungsphysiologische Funktion hinaus einen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen versprechen oder gezielt bestimmte Bedürfnisse adressieren – etwa mehr Protein, Unterstützung für Darmgesundheit, Energie, Sättigung oder mentale Leistungsfähigkeit. Im Molkereibereich reicht das Spektrum von proteinhaltigen oder -angereicherten Joghurts, Drinks und Desserts über Produkte mit Probiotika oder Prebiotika bis zu innovativen Milchmischgetränken.
Dass das Thema so groß geworden ist, überrascht kaum. Konsumenten suchen heute nach Lebensmitteln, die viel leisten. Die Produkte sollen gut schmecken, schnell verfügbar sein, in den Alltag passen und idealerweise auch noch zu einem langen, gesunden Leben beitragen. Der Wunsch nach gesunder Langlebigkeit verändert auch die Erwartungen an moderne Convenience-Produkte. Dass beides kein Widerspruch sein muss, betont Dr. Kati Ernst, Unternehmerin, Podcasterin und Autorin im Bereich Longevity: „Wenige Menschen haben die zeitlichen Ressourcen, jeden Tag alle Mahlzeiten von der Pike auf zu kochen. Entscheidend ist bei Convenience-Produkten, dass sie ernährungsphysiologisch sinnvoll formuliert sind und nicht nur ‚Health Halo‘-Produkte, zum Beispiel mit viel Zucker und wenig Substanz.“ ….
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