Die extreme Hitze belastet die „Käsebanken“ in der Emilia-Romagna – klimatisierte Reifungsräume, in denen Parmigiano-Reggiano-Laibe als Sicherheit für Agrarkredite dienen.
Credito Emiliano, bekannt als Credem, akzeptiert seit 1953 junge oder noch nicht gereifte Laibe Parmigiano Reggiano als Sicherheit. Seine Tochtergesellschaft, Magazzini Generali delle Tagliate, lässt den Käse in Reggio Emilia und Modena reifen und lagert dort über eine halbe Million Laibe im Wert von weit über 300 Millionen Euro.
Die Erzeuger erhalten sofort zwischen 60 und 80 Prozent des Warenwertes. Parmigiano muss mindestens 12 Monate – oft sogar 24 oder 36 – reifen, wodurch Kapital gebunden wird, das kleine Käsereien nicht haben.
Während der Hitzewelle kam es nun zu einem Anstieg des Energieverbrauchs in den Käsereifungskellern um rund 30 Prozent, was die Bank dazu zwang, ihre Kühlsysteme und Heizkessel zu modernisieren, zusätzliche Dämmmaßnahmen zu ergreifen und die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen zu steigern.
Im Jahr 2025 wurden in Italien 4,19 Millionen Käselaibe hergestellt, was laut dem Konsortium Parmigiano Reggiano einen Umsatz von rund 4 Mrd. Euro generierte.