Mit größter Sorge hat der Verband der Milcherzeuger Bayern e.V. (VMB) über den Erlass Niedersachsens zum Ausstieg aus der Anbindehaltung informiert. Der Ausstieg aus der ganzjährigen Anbindehaltung und der Kombihaltung soll wohlgemerkt bei allen Rindern, Milchvieh und Mast erfolgen. Mehr als 1.000 Betriebe sollen dem Vernehmen nach betroffen sein.
Jetzt hat das “Bauernblatt” in Niedersachsen, “Land & Forst”, das geplante Ausstiegsszenario kommuniziert: Binnen 18 (!) Monaten soll die ganzjährige Anbindehaltung beendet sein, binnen 9 Jahren auch die Kombihaltung resp. saisonale Anbindehaltung. Die Fachzeitschrift bezieht sich dabei auf eine Meldung des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Landwirtschaft (LAVES), wonach ab dem 1. August 2026 betroffene Betriebe Meldungen über Aufgabe der Rinderhaltung oder zum Umbau des derzeitigen Haltungssystems in ein Portal eintragen können.
Auch wenn es zu einem derartigen Vorgehen wie in Niedersachsen, initiiert durch die dortige Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Die GRÜNEN) in Bayern oder Baden Württemberg nicht kommen wird: Die Auswirkungen, vor denen der VMB seit Monaten gewarnt hat, sind aktuell schon spürbar! Einschlägige Tierrechtsorganisationen wie PETA oder Animal Rebellion weisen in der jüngsten Vergangenheit auf “Missstände” mit besonderer Betonung der Anbindehaltung in bayerischen Milchviehställen hin, zuletzt schwerpunktmäßig im Wahlkreis von Bundesminister Alois Rainer. Am 9. August ist in Haibach eine erste Demo angesetzt, am 10. Oktober soll es in Berlin eine Großdemo geben, um ein Zeichen für ein Ende der Anbindehaltung zu setzen.
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