Länderbericht
Quelle: MVÖ

Milchwirtschaftlicher Außenhandel 2026 gut angelaufen

 

Mit steigenden Exporten und verringerten Importen zeigte das erste Quartal 2026 eine erfreuliche Entwicklung im milchwirtschaftlichen Außenhandel. „Unsere hohen Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards sind die Basis für den Erfolg der heimischen Milchwirtschaft, sowohl am Heimmarkt als auch beim Export,“ erklärte der Präsident des Milchverbandes Österreich Dir. Helmut Petschar angesichts der nunmehr vorliegenden Zahlen der Statistik Austria zum Außenhandel im ersten Quartal 2026.

Neben dem Heimmarkt hat für die österreichische Milchwirtschaft der Exportmarkt mit einem Anteil von 45 %, also fast der Hälfte, eine sehr hohe Bedeutung. Besonders in Deutschland, hierhin gehen ca. 50 % der heimischen Exporte, hat sich das Programm Tierhaltung plus als wichtiges Verkaufsargument entwickelt. Hier konnte der Marktanteil trotz der hohen, deutschen Anlieferungssteigerung gehalten werden.

Auffallend waren trotz der schwieriger werdenden Marktverhältnisse Steigerungen im Export über alle Milchprodukte hinweg (plus 4,1 %), aber heuer sind im ersten Quartal gleichzeitig die Importe um 11,1 % gefallen. Dafür sind vor allem die billigeren Butterpreise verantwortlich, zumal in Österreich traditionell mehr Butter importiert als exportiert wird. Durch diese gegenläufige Entwicklung der Exporte und der Importe konnte das positive Handelssaldo im ersten Quartal um 36 % gesteigert werden.

Deutlich zugelegt hat im Export Käse, das mit Abstand wichtigste Außenhandelsprodukt. Bei den Käseexporten gab es trotz Preiseinbußen von 11 % einen Zuwachs bei der Menge auf 52.000 t (plus 21%) und einen Umsatz von 259 Mio. € (plus 8 %). Importiert wurden 38.000 t (-1,3%) zu um 186 Mio.€, wobei hier die Preise um 5,8 % fielen. Steigerungen gab es bei fermentierten Produkten, Joghurt und Co, wobei hier die Exporte bei 55.000 und die Importe bei 13.000 t lagen.

Die österreichische Milchwirtschaft stellt mit diesen eindrucksvollen Zahlen ihre Leistungsfähigkeit im harten internationalen Wettbewerb unter Beweis. Sie sichert damit Einkommen, Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Österreich. „Dies ist das Ergebnis der konsequenten, heimischen Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie, des guten Geschmacks unserer Produkte sowie der Tüchtigkeit und Innovationsbereitschaft der heimischen Milchwirtschaft“, ergänzte Petschar.

 

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