Markt
Quelle: VMB

Aktueller VMB-Marktkommentar

Die Milchanlieferung in Deutschland scheint Mitte Mai die Spitze erreicht zu haben. Zu Beginn der zweiten Monatshälfte nahm die Menge im Vorwochenvergleich um 0,6 % ab. Im weiteren Verlauf Richtung Monatsende stagnierte der saisonale Rückgang und übertraf die Vorjahreslinie um 5,7 %. Kumuliert in den ersten fünf Monaten wurde um rund 6 % mehr Milch erfasst als im Vorjahreszeitraum. Am Spotmarkt legten die Rohmilchkurse insbesondere in Süddeutschland zu und reichten an die Marke von 30 Cent/kg heran. Eine wachsende Nachfrage im Italiengeschäft belebte zunehmend wieder den Rohmilchhandel. Die Verwertung von Milchfett verbesserte sich im Mai und wurde mit gut 4 Cent/% Fetteinheit gehandelt. Die Kurse liegen deutlich hinter den Erwartungen zurück und bewegten sich auf halbem Niveau des Vorjahres. Für Magermilch verdoppelten sich in den letzten vier Wochen die sehr schwachen Kurse vom April und bewegten sich auf einem vergleichbaren Niveau des Vorjahres. Im Pulverhandel hatte mit Ausnahme des lebhaften Molkenpulverhandels ein überwiegend ruhiger Marktverlauf vorgeherrscht.

Butter: Ausgeglichener Markt
Die Nachfrage nach abgepackter Butter entwickelte sich trotz der in den beiden vergangenen Wochen vorherrschenden Ferien- und Urlaubszeit sehr gut und es konnten teils umfangreiche Mengen abgesetzt werden. Zwischenzeitliche Verkaufsaktionen mit 99 Cent/250 g Butter dürften das Kaufinteresse der Verbraucher zusätzlich stimuliert haben. Bei einer voll ausgelasteten Butterproduktion waren die verfügbaren Mengen bedarfsdeckend und die Marktverhältnisse ausgeglichen. Der Handel mit Blockbutter wurde unterschiedlich beurteilt, meist wurde von einem zunehmenden Interesse an längerfristigen Kontrakten berichtet. An der Leitnotierung in Kempten tendierten die Kurse sowohl für Päckchen als auch Blockbutter stabil.

Käse: reges Schnittkäsegeschäft
Zu Beginn dieses Monats wurde der Schnittkäsemarkt von einem ähnlichen Bild geprägt wie in den vergangenen Wochen. Eine rege Nachfrage stand ausgelasteten Produktionskapazitäten gegenüber. Mit der erreichten Milchspitze stand den Verarbeitern ein hohes Rohmilchangebot zur Verfügung. Das dürfte sich im zweiten Halbjahr ändern, wenn mit einer saisonal abnehmenden Milchanlieferung gerechnet wird. Aus dem LEH und Food-Service wurden anhaltend hohe Mengen geordert und mit der laufenden Urlaubssaison in Südeuropa hatte sich auch im europäischen Umfeld ein reger Absatz entwickelt. Die Großhandelsabgabepreise setzten den unveränderten Kurs fort.

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