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Verpackung
Quelle: Innoform Coaching

Neue Veranstaltungsreihe „Inno-Fiber”

Mit „Inno-Fiber” hat die Innoform Coaching GmbH eine neue Veranstaltungsreihe gestartet. Sie zeigte unter dem Leitthema „Funktionelle Papiere für Verpackungsanwendungen” am 15. und 16. April 2026 in Osnabrück die Chancen und Herausforderungen der faserbasierten Verpackungsmaterialien. Der zweite Veranstaltungstag fand praxisnah in der Papierfabrik von Felix Schoeller statt.

Während die Verpackungsbranche in einem tiefgreifenden Umbruch steht, entwickeln sich funktionelle Verpackungspapiere zu einem zentralen Innovationstreiber. „Paperisation” gewinnt im Konsumgüterbereich spürbar an Dynamik. Doch so groß die Chancen von Barrierepapieren in der flexiblen Verpackung sind, stoßen sie bei ihrer Recyclingfähigkeit noch an Grenzen.

Julian Thielen eröffnete und moderierte die INNO-Fiber 2026 (Quelle: pack.consult)

In der Eröffnungspräsentation skizzierte Matthias Giebel (Berndt+Partner Consultants) den verstärkten Einsatz von Papier als zentralen Trend bei flexiblen Verpackungen. Getrieben wird diese Entwicklung durch regulatorische Vorgaben der EU – etwa den Green Deal und die PPWR – da freiwillige Maßnahmen oft scheiterten, wie Erfahrungen zeigen. Dank verbesserter Barriereeigenschaften gewinnt Papier im Verpackungsbereich deutlich an Bedeutung, stößt jedoch auf Herausforderungen im Recycling. Gleichzeitig setzen ein Mangel an Kunststoff-Rezyklaten sowie wirtschaftliche Unsicherheiten die Kunststoff-Branche unter Druck. Sein Fazit: „Paperisation“ ist eine wachsende, aber anspruchsvolle Transformation, die bis 2030 an Dynamik gewinnt – vorausgesetzt, zentrale Zielkonflikte wie Barriereleistung versus Recyclingfähigkeit sowie Defizite in Sortierung und Infrastruktur werden gelöst.

Dr. Tiemo Arndt (Reflex GmbH & Co. KG) zeigte Verpackungslösungen mit verdichteten Transparentpapieren auf und präsentierte sie als leistungsstarke, funktionale Barriere für Lebensmittelverpackungen. Unbeschichtet und vollständig plastikfrei schützen sie zuverlässig vor Sauerstoff (<0,5 cm3/m2d), Aromen, Mineralölen und Fetten. Gleichzeitig punkten sie mit biologischer Abbaubarkeit und hervorragender Recyclingfähigkeit. Durch gezielte Modifikationen lässt sich ihre Performance weiter optimieren – insbesondere bei der Wasserdampfsperre und der Heißsiegelfähigkeit.

Dr. Flore Mees (Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA) stellte unter der Bezeichnung „CIRKIT“ innovative Barrierebeschichtungen” vor, die Verpackungen nachhaltiger gestalten. Sie bieten Lösungen für den Ersatz von Multimaterialien durch kreislauffähige Mono-Papierlösungen. Für eine erfolgreiche Umsetzung spielen zahlreiche Parameter eine entscheidende Rolle – darunter die physikalischen Eigenschaften des Barrierecoatings, die Papierqualität und das Auftragsverfahren. Anhand von Testergebnissen zeigte sie, welche Beschichtungsaufbauten die Barriereeigenschaften gezielt verbessern.

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