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Quelle: FrieslandCampina

Gute Ergebnisse erzielt

Trotz herausfordernder Marktbedingungen und eines starken Rückgangs der Preise für Basismolkereiprodukte in der zweiten Jahreshälfte erzielte FrieslandCampina über das gesamte Jahr 2025 gute Ergebnisse, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Die Umsatzerlöse erreichten 13,4 Milliarden Euro (2024: 12,9 Milliarden Euro), das Betriebsergebnis lag bei 507 Millionen Euro (2024: 527 Millionen Euro), es war rückläufig aufgrund Kosten, u.a. für IT, die Effekte wurden durch Kosteneinsparungen aber weitgehend ausgeglichen. Der Milchpreis für Mitglieder stieg auf 56,93 Euro pro 100 Kilogramm Milch (2024: 52,95 Euro). Die
Barnachzahlung wird mit 1,31 Euro pro 100 Kilogramm Milch (2024: 1,21 Euro) abgegeben. Laut FrieslandCampina wurden 411 Millionen Kilogramm zusätzliche Milch vertraglich gebunden. Im Jahr 2025 stieg die Milchanlieferung der Mitglieder um 2,4 Prozent auf 9.268 Millionen Kilogramm (2024: 9.050 Millionen Kilogramm), was zum Teil auf eine stark gestiegene Produktion in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen war.

Der CEO der Royal FrieslandCampina N.V., Jan Derck van Karnebeek, äußert sich folgendermaßen: „FrieslandCampina hat im Jahr 2025 seine Widerstandsfähigkeit bewiesen. Es war ein Jahr mit zwei Gesichtern: mit einer guten ersten Jahreshälfte und einer schwierigeren zweiten Jahreshälfte. Trotz herausfordernder Marktbedingungen, geopolitischer Entwicklungen und eines starken Rückgangs der Preise für Basismolkereiprodukte in der zweiten Jahreshälfte haben wir im Jahr 2025 insgesamt gute Ergebnisse erzielt, die sich in einer guten Barnachzahlung für unsere Mitglieder niederschlagen. Darüber hinaus verstärken wir durch die Fusion mit Milcobel unsere genossenschaftliche Basis in Europa und durch die Übernahme von Wisconsin Whey Protein unsere Marktposition bei hochwertigen Proteinen in den USA. Durch Erhöhung des Anteils nährstoffreicher Produkte in unserer Produktpalette und Senkung der Treibhausgasemissionen sind wir auch unseren Nachhaltigkeitszielen für 2030 nähergekommen … Wie erwartet begann das Jahr 2026 aufgrund des anhaltenden Drucks auf die Preise für Basismolkereiprodukte recht herausfordernd. Wir gehen davon aus, dass diese Marktbedingungen bis ins zweite Quartal des Jahres hinein anhalten werden. Das erfordert klare Entscheidungen, Flexibilität, Kostenkontrolle und Innovation. Wir investieren weiterhin in Wachstumssegmente und ergreifen außerdem Maßnahmen zur weiteren Verringerung unseres ökologischen Fußabdrucks. Auf diese Weise bauen wir zusammen mit unseren Mitgliedern, Beschäftigten und Kunden ein zukunftsfähiges FrieslandCampina mit nachhaltiger Wertschöpfung aus. Wir danken unseren Mitgliedern und Beschäftigten für die harte Arbeit und das Vertrauen in FrieslandCampina.“

Gemischtes Bild bei den Business Groups
Die Ergebnisse der sieben Business Groups zeigten ein gemischtes Bild. Bei den Business Groups Asia und Middle East, Pakistan & Africa (MEPA) standen die Mengen unter Druck. Die Business Groups Europe und Retail & Americas waren stabil; beide profitierten von Mengenwachstum und Marktanteilsgewinnen, wurden aber auch mit niedrigeren Gewinnspannen aufgrund gestiegener Rohstoffkosten konfrontiert. Die Ergebnisse von Professional standen aufgrund der niedrigen Preise für Basismolkereiprodukte und eines ungünstigen Volumenmixes unter Druck. Specialised Nutrition und Ingredients erzielten Wachstum, was vor allem auf die besseren Gewinnspannen zurückzuführen war.

Strategische Meilensteine
Im Jahr 2025 unternahm FrieslandCampina eine Reihe wichtiger strategischer Schritte, darunter die Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Wisconsin Whey Protein (am 2. Januar 2026 abgeschlossen) und der angekündigte Verkauf des rumänischen Verbrauchergeschäfts. Ende 2025 stimmten der Mitgliederrat der Molkereigenossenschaft FrieslandCampina U.A. und die außerordentliche Hauptversammlung der Milcobel CV der Fusion der beiden Molkereigenossenschaften zum 1. Januar 2026 zu. Dadurch wird FrieslandCampina ab 2026 etwa 1.250 neue Milchviehhalter und 950 Beschäftigte in Belgien und Frankreich willkommen heißen. A

Aussichten
Voraussichtlich wird der globale Milchmarkt in der ersten Jahreshälfte 2026 eine Herausforderung bleiben. Die hohe Milchproduktion speziell in der zweiten Jahreshälfte 2025 hat zu einem reichlichen Milchangebot und sinkenden Preisen für Basismolkereiprodukte auf dem Weltmarkt geführt. Ein Aufschwung des Markts wird erst dann sichtbar werden, wenn Milchangebot und Marktnachfrage wieder im Gleichgewicht sind, was für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet wird. Neben den Entwicklungen von Angebot und Nachfrage und niedrigeren Preisen für Basismolkereiprodukte werden die politischen und geopolitischen Entwicklungen voraussichtlich zu Währungsschwankungen, möglicherweise höheren Handelszöllen und damit zusammenhängendem Druck auf die Gewinnspannen führen. Aufgrund der oben genannten Entwicklungen erwartet FrieslandCampina, dass die Rentabilität im ersten Halbjahr 2026 deutlich hinter den Ergebnissen des ersten Halbjahrs 2025 zurückbleiben wird, doch im zweiten Halbjahr 2026 wird eine Verbesserung erwartet.

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