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Holzenkamp: „Es braucht praxisnahe Hilfe zur Selbsthilfe“

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) zum von Bundesminister Alois Rainer einberufenen Milchgipfel.:„Angesichts der aktuell national wie auch global schwierigen Marktsituation ist dies ein wichtiges Zeichen“, betont DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp. Der DRV zieht nach dem Milchgipfel ein realistisches Bild: „Staatliche Eingriffe in den Markt werden zu keiner Verbesserung der aktuell niedrigen Milchpreise sorgen. Es braucht praxisnahe Hilfe zur Selbsthilfe. Bereits früher gescheiterte Versuche, einen globalen Markt regional beeinflussen zu können, helfen niemandem“, so Holzenkamp, der deutlich macht: „Allen Beteiligten ist klar, dass es keine kurzfristige Patentlösung gibt.“

Es brauche Instrumente, die die Landwirte in die Lage versetzen, für wirtschaftlich herausfordernde Zeiten selbst vorzusorgen. Holzenkamp: „Es muss Liquidität auf den Betrieben gehalten werden. Daher braucht es möglichst schnell die Einführung einer Risikoausgleichsrücklage, die den Staat keinen Cent kostet. Dieses Ansinnen wird von Bundesminister Rainer unterstützt, der damit auf das Finanzministerium zugehen will. Gut so!  Auch weitere steuerliche Sonderabschreibungsmöglichkeiten sowie der Ausbau von Preissicherungs-Systemen sind in diesem Zusammenhang wichtig.“

Darüber hinaus begrüßt der DRV die Unterstützung der Betriebe durch die Exportstrategie des Bundesministers. „Dies ist richtig und wichtig. Die Exportstrategie muss weiter ausgebaut werden,“ erklärt Holzenkamp.

Zum „Milchgipfel“ erklärt Peter Manderfeld, Sprecher der Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM): „Die Vergangenheit hat uns deutlich gezeigt, dass staatliche Maßnahmen wie private Lagerhaltung oder ein freiwilliger Lieferverzicht nach derzeitigen Bedingungen in kritischen Marktphasen keine spürbare Entlastung gebracht haben. Diese Instrumente greifen zu kurz und helfen den Erzeugerinnen und Erzeugern nicht weiter. Was unsere Betriebe wirklich brauchen, ist ein gut ausgerüsteter Werkzeugkasten zur eigenen Vorsorge – allen voran die schnelle Einführung der steuerlichen Risikoausgleichsrücklage, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen. Sie hält Liquidität auf den Höfen und würde sofort helfen. Weitere wirksame Werkzeuge sind eine Stärkung der Milchbörse, um Preisrisiken besser abzusichern, weitere zusätzliche steuerliche Entlastungen sowie ein Streichen der Gewinngrenze bei Investitionsabzugsbeiträgen und Sonderabschreibungen. All dies versetzt die Betriebe in die Lage, Preisschwankungen am Milchmarkt eigenverantwortlich zu managen.“

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