News

Erzeuger in der Klemme

In den letzten zwei Jahren haben viele Landwirte, die die Milch für die Herstellung von Parmigiano Reggiano, einem der bekanntesten und meistverkauften Käsesorten Italiens, erzeugen, ihre Betriebe mit Verlust geschlossen. Der Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten liegt nicht in den Milch- und Käseverkäufen, die seit 2022 gestiegen sind, sondern in den gestiegenen Produktionskosten und dem Rückgang der Großhandelspreise. Es besteht ein deutliches Ungleichgewicht in der Versorgungskette: Die höheren Kosten wurden hauptsächlich von denjenigen getragen, die die Milch und den Käse produzieren, während die höheren Verkäufe und die den Endverbrauchern angebotenen Preise nur den großen Einzelhändlern höhere Einnahmen beschert haben. Die Verbände der Landwirte fordern schon seit einiger Zeit Maßnahmen, um die Gewinne besser zu verteilen.

Zwischen Januar und November 2023 ist der Absatz von Parmigiano Reggiano im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent gestiegen. Es wurden etwa 4 Millionen Laibe verkauft, wobei der Anstieg in Italien (10,2 %) deutlicher ausfiel als im Ausland (5,2 %).

 

Foto: Parmigiano Reggiano Consorzio

Verwandte Artikel

Unternehmen

In Synlait-Aktien investieren?

Oceania-Exposure schützt vor europäischen Milchkrisen...
News

Hohe Ansprüche

Roland Berger präsentiert der deutschen Milchindustrie eine aktuelle Studie, die...
IT

Wenn die Produktion zum Einfallstor wird

Warum Cyber Security längst ein zentrales Thema für industrielle Wägetechnik...
Länderbericht

Entschädigung für Molkereien

8 Mio. € gehen an Milchkäufer auf Lesbos...
News

Großer Widerstand gegen Zuckersteuer

Gemeinsame Stellungnahme der Verbände der Lebensmittelwirtschaft...
Markt

Weniger Trinkmilch, mehr Käse

2025er Verbrauchsdaten aus dem deutschen Markt...
Nach oben scrollen